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10.12.2010

CRP-VMI

CRP/VMI bei Adeg Österreich

CRP/VMI bei Adeg Österreich

Adeg Österreich erzielt einen Meilenstein in Datenqualität und Informationsgehalt durch die Verfügbarkeit der CRP/ VMI Daten in Form einer Intranet Plattform für interne Nutzer. Adeg Österreich ist bereits seit der Gründung der ECR Initiative 1996 aktives Mitglied dieser einzigartigen Arbeitsgemeinschaft der FMCG (Fast-Moving-Consumer-Goods) Szene in Österreich. „Aktiv“ bedeutet für uns vor allem die intensive Mitarbeit in den Arbeitsgruppen, aber auch die Umsetzung der erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse in die Praxis. Dabei gilt es häufig, einen gewissen Wissensvorsprung zu nutzen.
 
Besonders helfen persönliche Kontakte, die sich im Laufe der Zeit ergeben, bei der täglichen Arbeit im eigenen Unternehmen. Diesen Kontakten war es auch zu verdanken, dass rasch erfreuliche Fortschritte im Bereich CRP (Continuous Replenishment) gemacht werden konnten.
 
Während man in Deutschland unter CRP meist nur die Übertragung einiger Lagerdaten des Handels an die Industrie - bei unveränderter Bestellhoheit des Handels - versteht, so ist in Österreich mit der Einführung von CRP automatisch auch VMI (Vendor Managed Inventory) verbunden. Damit geht die Nachschubsteuerung für das Handelslager in die Verantwortung des Lieferanten über. Dies setzt sehr großes Vertrauen sowohl auf der Seite des Handels, als auch beim Industriepartner voraus. Das Wort „Partner“ erhält dabei eine ganz besondere Bedeutung. Das für derartige Partnerschaften notwenige Vertrauen kann sich durch intensive Diskussionen in den ECR- und auch in GS1-Arbeitsgruppen gut entwickeln.
 
Adeg hat bereits seit 1998 Erfahrung mit der Umsetzung von ECR Projekten. Die letzten Jahre waren jedoch sehr stark von einem intensiven CRP/VMI Roll-Out geprägt. Wir haben 2005 mit den ersten Versuchen begonnen und stehen heute bei 14 CRP Partnern. Dabei bedienen sich sowohl Adeg, als auch deren Partner für den Datentransfer natürlich der bewährten eXite® Plattform. Als Format für die zu übermittelnden Berichtsdaten kommt EANCOM zum Einsatz. INVRPT für Lagerdaten wie Bestand, Lagerzu- und -abgänge; GENRAL für die Artikelstatistik und die Meldung des so genannten Sonderbedarfs, wie Aktionen, Messevorbestellungen und dergleichen. Im Gegenzug erhält Adeg von seinen Partnern die elektronischen Bestellungen in Form der EANCOM-ORDERS. Nachdem bekanntlich Vertrauen gut, Kontrolle aber meist noch besser ist, hat Adeg auf Basis der täglich mit der Industrie ausgetauschten Daten eine Intranetplattform eingerichtet, auf der jeder Berechtigte, egal ob im Lager vor Ort, in der IT Abteilung in Wien oder im Adeg-Zentraleinkauf in Salzburg, jederzeit mitverfolgen kann, wie sich Servicegrad und Lagerreichweite entwickeln, aber auch, wie viele Wareneingangspositionen die Industrie an die Lager liefert oder wie gleichmäßig die Wareneingänge im Wochenverlauf verteilt sind, und zwar bis auf die Ebene der GTIN (Global Trade Item Number) hinunter. Per Knopfdruck kann der Anwender vom ersten Bildschirmergebnis etwa auf die Tagesebene und mit einem weiteren Mausklick auf die Einzelpositionen gehen.
 
Diese Anwendung ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut und gibt jederzeit einen klaren Überblick, wie sich die bei ECR gemeinsam erarbeiteten KPI’s (Key Performance Indicators) seit Beginn der Partnerschaft entwickelt haben. Das alles funktioniert auf Knopfdruck und in Sekundenschnelle. Und hier ist noch einmal das Wort „Vertrauen“ zu strapazieren. Nämlich auch jenes der Disponenten beim Handel - in das völlig neue System. Denn mit derartigen Methoden ist es ein Leichtes, die Entscheidungen der Lieferanten mit zu verfolgen und im Fall des Falles bei der Disposition hilfreich zur Seite zu stehen. Dies geschieht jedoch längst nur mehr in ganz speziellen Fällen wie etwa vor Weihnachten oder ähnlichen Situationen bzw. Anlässen.
 
Hatte das Lagerpersonal immer schon alle Möglichkeiten der Kontrolle, so ist die neue Intranetplattform für die Kollegen im Zentraleinkauf ein weiterer Meilenstein in Bezug auf Datenqualität und Informationsgehalt. Unser System beeindruckt bei den regelmäßig stattfindenden CRP Arbeitsmeetings auch unsere Lieferanten, so dass es bereits Anfragen gibt, die Daten in dieser Detaillierung auch unseren Partnern zur Verfügung zu stellen. Wir haben bereits einigen Lieferanten den Zugriff gewährt.
 
Damit ist jedoch das Thema CRP bzw. VMI bei Adeg längst noch nicht abgeschlossen. Es stehen nach wie vor weitere Lieferanten für derartige Projekte auf unserer Wunschliste, die sicher auch umgesetzt wird. CRP ist bereits eine Art „Hohe Schule von ECR“. Doch der nächste Schritt ist wohl nochmals eine Steigerung davon, nämlich der Ausbau des Systems hin zu CPFR (Collaborative Planning, Forecasting & Replenishment), also dem gemeinsamen Planen von Promotion und der Nachschubsteuerung von einer ersten Schätzmenge bis hin zur Erfolgskontrolle, ganz im Sinne der internationalen ECR-Vereinbarungen. Aus unserer bisherigen Erfahrung mit CRP können wir sagen, dass die Vorteile eindeutig überwiegen. Vorteile die nur zugunsten des Lieferanten ausschlagen, lassen sich über die Einkaufskonditionen leicht ausgleichen. CRP ist für uns zu einer echten Win-Win Situation geworden.
 

Kontakt

Helmut Artner
ADEG Österreich Handels AG
Handelszentrum 5
5101 Bergheim
T: +43/664/45 54 048
E: helmut.artner@adeg.at