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04.10.2016

HC-Day 2016

GS1 Healthcare Day am 28. September

GS1 Austria Healthcare Day 2016

„Wir sitzen auf einem riesigen Datenberg und können nichts daraus machen. Es bedarf einer intelligenten Infrastruktur und noch mehr Technologie, um diese Daten auch wirklich nutzen zu können“ gibt Dr. Stephan Sigrist, Gründer und Leiter von W.I.R.E, interessante Impulse zur „Zukunft des Gesundheitswesens“. Er eröffnete mit seinem Vortrag den am 28. September veranstalteten „GS1 Healthcare Day“, der heuer ganz unter dem Motto „Identifikation als Heilmittel“ stand. Dieses Potenzial, das Sigrist in der großen Menge derzeit noch unstrukturierter Daten sieht, haben einige Unternehmen der Gesundheitsbranche bereits für sich erkannt. Der technologische Schlüssel dazu heißt „Elektronischer Datenaustausch“ (kurz EDI) und ermöglicht in den komplexen Prozessen der Pharmaindustrie eine Effizienzsteigerung und ein enormes Einsparungspotenzial.

So zeigt sich beispielsweise der Apotheken-Großhändler Herba Chemosan besonders innovativ und tauscht neben Bestellungen (ORDERS) auch weitere Geschäftsdokumente wie Bestellbestätigung (ORDRSP), elektronisches Lieferavis (DESADV) und Rechnung (INVOIC) zwischen Partnern über die EDI-Plattform eXite® aus. Wie diese beleglose Supply Chain in der Praxis funktioniert, erläuterte Artur Pokorny, Head of Supply Chain Processes bei der Herba Chemosan Apotheker-AG am diesjährigen Healthcare Day: „Es geht darum, Prozesse schneller und besser zu machen. Wenn einmal ein einheitlicher Standard etabliert wurde, gilt er für alle Lieferanten.“ Pfizer ist einer dieser Lieferanten, die nach erfolgreicher Anbindung ihre Daten elektronisch zur Verfügung stellten. „Durch die Automatisierung von Prozessen, konnten bei uns Ressourcen gewonnen werden, die nun – beispielweise im Bereich Customer Care – qualitativ besser eingesetzt werden können“ zeigte Mag. (FH) Markus Edelbacher, Head of Logistics, Costumer Service und Trade bei der Pfizer Corporation Austria GmbH am Healthcare Day 2016 einen der großen Vorteile seit der Umstellung auf EDI auf.

Der EDI-Anbieter EDITEL hat beide Unternehmen bei dieser Prozessoptimierung begleitet und in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe einheitliche Standards für die Gesundheitsbranche definiert. So ist auch Mag. Christoph Stenech, Senior Sales Consultant bei EDITEL Austria GmbH überzeugt, dass nur Branchenlösungen zielführend sind: „Es ist uns ein Anliegen, 30 Jahre EDI-Erfahrung aus der Lebensmittelbranche auch in andere Branchen zu tragen und diese von Anfang bei der Umsetzung zu unterstützen“.

Impressionen GS1 Healthcare Day 2016

GS1 Healthcare Day 2016
Diskussionsrunde „Identifikation als Heilmittel“: Ing. Dipl.-Ing. Robert Zak (Novartis), Dr. Ulrike Kreysa (GS1 Global Office), Prof. Dr. Nikolaus MSc Hartig (GS1 Austria), Mag.pharm Karin Kirchdorfer, ahPH (Hanusch Krankenhaus), Dr. Jan Oliver Huber (Pharmig), Mag. Bernd Grabner (Jacoby GM Pharma) v.l.n.r.
GS1 Healthcare Day 2016
GS1 Austria Geschäftsführer Mag. Gregor Herzog mit der neuen GS1 Austria Business Development Managerin Healthcare Poppy Abeto-Kiesse
GS1 Healthcare Day 2016
Dr. Ulrike Kreysa, Vice President Healthcare, Global Office GS1 Austria wies darauf hin, dass jährlich über 1 Mio. Menschen an gefälschten Arzneimitteln sterben.
GS1 Healthcare Day 2016
Die rund 100 Teilnehmer nahmen rege an den Diskussionen teil.
GS1 Healthcare Day 2016
Was kann EDI für den Healthcarebereich leisten? Es diskutieren Mag. Christoph Stenech, EDITEL Austria GmbH, Mag. (FH) Markus Edelbacher, Head of Logistics, Costumer Service und Trade Pfizer Corporation Austria GmbH, Klaus Schober, GS1 Austria, Artur Pokorny, Head of Supply Chain Processes Herba Chemosan Apotheker-AG v.l.n.r.
GS1 Healthcare Day 2016
Mag. Christoph Stenech, EDITEL Austria GmbH, Mag. (FH) Markus Edelbacher, Head of Logistics, Costumer Service und Trade Pfizer Corporation Austria GmbH, Klaus Schober, GS1 Austria v.l.n.r.