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01.03.2018

Interview Geschäftsführung

Wir sehen uns als digitale Brückenbauer

Gerd Marlovits, Geschäftsführer EDITEL Austria GmbH
Bild: Petra Spiola
Gerd Marlovits, Geschäftsführer EDITEL Austria GmbH

Generationswechsel bei EDITEL. Was sind Ihre persönlichen Ziele und Erwartungen als Geschäftsführer?

EDITEL blickt auf eine 30-jährige mehr als erfolgreiche Firmengeschichte zurück. Es ist mir wichtig, die Verdienste dieser vorangehenden Generation zu unterstreichen und darauf aufzubauen. Das bedeutet: Wir wollen unseren Kunden weiterhin die gewohnte Qualität sowie die Attribute bieten, die Unternehmen mit einem professionellen Dienstleister im EDI-Bereich verbinden. Nämlich Kompetenz, Zuverlässigkeit und höchste Vertrauenswürdigkeit. Gleichzeitig sind mir natürlich auch ständige Innovation und Weiterentwicklung ein wichtiges Anliegen.

Sie sind bereits seit 15 Jahren bei EDITEL tätig und können auf viel Erfahrung zurückgreifen. Was ist für Sie eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Zeit?

Eigentlich zwei Dinge: Zum einen der weitläufige Mythos, dass EDI eine rein technische Angelegenheit ist. EDI-Projekte finden sowohl abteilungs- als auch unternehmensübergreifend statt. Insofern greift diese Sichtweise zu kurz und entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg derartiger Projekte. Zum anderen, und, wenn man so will, auch als Schlussfolgerung daraus: dass hinter jeder Technologie letztendlich Menschen stehen, die auch „miteinander können“ müssen. Wir sehen uns in dieser Konstellation oft in der Moderationsrolle.

In welchen Bereichen des Unternehmens sehen Sie für sich Raum für Innovationen?

EDI greift auf eine etablierte Technologie zurück und darin liegt auch eine wesentliche Stärke. Insofern würde ich eher von „innovativer Beständigkeit“ sprechen. Unser Ziel ist es, diese Technologie weiterzuentwickeln, in weniger erschlossene Branchen auszuweiten und nicht zuletzt darauf aufbauend auch neue Dienstleistungen zu erarbeiten – siehe unser jüngstes Beispiel im Bereich der Forderungsfinanzierung (e-discounting) in Kooperation mit der Erste Bank.

Datensicherheit und Datenschutz stehen 2018 überall ganz oben auf der Agenda. Wie geht EDITEL als EDI-Dienstleister damit um?

Datenschutz und die damit in Verbindung stehenden gesetzlichen Regelungen haben bei uns höchste Priorität! Das zieht sich von der Spitze des Unternehmens bis in die unterste Ebene. Den Schutz unserer Kundendaten gewährleisten wir mit technologischen als auch organisatorischen Maßnahmen. Regelmäßige Zertifizierungen durch externe Auditoren sind dabei für uns selbstverständlich. Schließlich geht es um die Daten unserer Kunden und auch darum, den gesetzlichen Anforderungen ausnahmslos zu entsprechen.

Der Trend geht immer mehr in Richtung Vernetzung. Wie kann EDI dabei unterstützen?

Die Vernetzung ist unser Kerngeschäft, unser USP. Als Betreiber eines branchen- und länderübergreifenden Netzwerks sehen wir uns praktisch als Vorreiter dieses Trends. Insgesamt geht es aus meiner Sicht immer mehr in Richtung 360-Grad-Vernetzung. Egal, ob hin zu Kunden, Lieferanten oder auch Dienstleistern, wir sehen uns als „digitale Brückenbauer“ zwischen Unternehmen und möchten dabei größtmögliche Qualität und Komfort bieten. Und das unabhängig von Größe, Branche oder Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens.

In welchen Branchen – abseits der bewährten FMCG-Branche – sehen Sie derzeit noch Potenzial für EDI?

Es gab seit je her Branchen, die aufgrund ihrer Anforderungen wie kurze Lieferzeiten, standardisierte Prozesse oder einer hohen Transaktionsanzahl für den Einsatz von EDI prädestiniert waren. Daher gelten vor allem der gesamte Handel als auch die Automobilbranche als sogenannte „First Mover“. Während sich in der Anfangszeit eher die „Big Player“ mit diesem Thema befassten, ist EDI mittlerweile längst bei KMU angekommen. Insofern hat diese „Urform“ von EDI in der Zwischenzeit viele Facetten und sich in den unterschiedlichsten Branchen etabliert. So z.B. in der Systemgastronomie, dem Gesundheitsbereich oder auch der Finanzbranche. Die Verwendung von standardisierter Technologie im weitesten Sinne eröffnet immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten für EDI.

Wie wirkt sich die Internationalisierung vieler Unternehmen auf Ihre strategische Ausrichtung aus?

Die internationale Ausrichtung war bei unseren Kunden schon sehr früh erkennbar. Wertschöpfungsketten sind schon längst nicht mehr ausschließlich national organisiert. Insofern war die Internationalisierung von EDITEL damit eine logische Konsequenz. Es ist ein großer Mehrwert für international tätige Kunden, mit nur einem Partner zusammenzuarbeiten, der in der Lage ist, über 20 Länder abzudecken. Gleichzeitig wollen wir jedoch nicht unsere Wurzeln vergessen und ebenso dem Trend hin zur Regionalität Rechnung tragen.

Ist EDI zukunftsfit?

Ein klares Ja! Im Laufe der letzten 30 Jahre hat sich EDI immer wieder weiterentwickelt. Die Community wächst stetig und das Thema Informationslogistik ist wesentlicher denn je. Themen wie Effizienz, Transparenz oder Digitalisierung in unternehmensübergreifenden Prozessen nehmen an Bedeutung immer mehr zu. Insofern ist uns ganz besonders wichtig, stets neuen Anforderungen am Markt sowie bei unseren Kunden entsprechend nachzukommen.

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