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16.03.2015

Packend serviert: EDI beim HGV-Symposium 2015

Manstein-Geschäftsführerin und Herausgeberin Dagmar Lang brachte es in ihren Eröffnungsworten auf den Punkt: „Die HGV PRAXIS steht sinnbildlich für die Bemühungen unseres Hauses im B2B-Bereich.“ Chefredakteur Harald Lanzerstorfer ist ein dramaturgisch ausgewogener Mix aus spannenden Themen und authentischen Referenten gelungen, der nicht nur die wichtigsten Branchenvertreter versammelte, sondern die auch großes Lob für die hochkarätige Veranstaltung spendeten.

Es war immerhin ein kleines Jubiläum, das die Fachzeitschrift HGV PRAXIS mit ihrer Veranstaltungsreihe feierte. Das 5. GV-Symposium ging erneut im Haus Döbling des Kuratoriums Wiener Pensionistenwohnhäuser über die Bühne. Gastronomieleiter Thomas Redolfi zeigte sich stolz, die Branchenvertreter in einem seiner Häuser begrüßen zu dürfen: „Das Thema Change ist nicht nur gut gewählt, sondern geht uns alle an. Nur durch permanenten Wandel ist das Beschreiten neuer Wege möglich, die dann eventuell auch zu Erfolg führen.“

Somit gab Redolfi die Marschrichtung vor, indem er das Veranstaltungsmotto „Change – mit neuem Denken zu alter Stärke“ volley aufgriff und das Publikum sensibilisierte. Nina Wiesinger, frühere Geschäftsführerin der Erste Bank Gastronomie und nunmehr selbstständige Beraterin, versuchte gleich als Erstrednerin Verständnis für die Notwendigkeit verschiedener Blickwinkel zu wecken: „Wenn Sie ein Bild Ihrer wichtigsten Kunden zeichnen müssten, wie würde dieses Gesicht aussehen?“ lautete die Frage an die Teilnehmer, weniger auf Antworten hoffend als die Wahrnehmung unterschiedlicher Standpunkte zu schärfen versuchend.

Von einem echten Change-Prozess konnte Clemens Foschi berichten. Der Geschäftsführer der Caritas Wirtschaftsbetriebe ist hauptverantwortlicher Ideengeber für das spektakuläre Hotelprojekt „Magdas“ beim Wiener Prater. Darin sind zwanzig Flüchtlinge beschäftigt, die einerseits von professionellen Abteilungsleitern gecoacht werden und in weiterer Folge als Arbeitskräfte für die Branche zur Verfügung stehen sollen. Foschis Kampf um dieses Projekt, das mit Hilfe vieler Partner und Institutionen realisiert wurde, zog die Zuhörer in seinen Bann und die darauffolgenden Fragen an den Redner sorgten gleich für die erste Programmverzögerung.

Mit einem authentisch-frischen Auftritt verstand es Marlene Millidorfer vom Linzer Profi-Verpfleger „GO-Catering“ ein relativ trockenes Thema packend zu servieren. Die Umstellung auf „electronic data interchange“ – also die elektronische Erfassung und Abwicklung der gesamten logistischen Abläufe – die für viele Betriebe in der Großverpflegung von vornherein schon ein Horrorszenario darstellt, wurde bei der Raiffeisen-Tochter von gewaltigen Change-Prozessen begleitet, wurden von Millidorfer in anschaulicher Weise frisch und knackig präsentiert. Den Abschluss bildete Bundesheer-Manager Rupert Fritzenwallner, der über die Mammutaufgabe der Allergenauszeichnung in sämtlichen 90 Küchen des Bundesheeres berichtete – und das ohne einen Cent zusätzlichen Budgets, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Einziger Wermutstropfen war der krankheitsbedingte Ausfall der Boku-Wissenschaftlerin Felicitas Schneider, die ihre Ergebnisse über den Anfall von Speiseresten in der GV, der Hotellerie und der Gastronomie nicht präsentieren konnte. Mit mehr als einhundert Teilnehmern konnte das 5. GV-Symposium einen erneuten Besucherrekord verbuchen. Das 6. GV-Symposium findet am Dienstag, den 8. März 2016, in Wien statt.

Bildgalerie

Marlene Millidorfer, Go Gaststätten (Bild HGV-Praxis)
Ideengeber des Hotelprojektes „Magdas“(Bild HGV-Praxis)
Chefredakteur der HGV-Praxis Harald Lanzertorfer (Bild HGV-Praxis)
Über 100 Teilnehmer folgten der Einladung ins Haus Döbling (Bild HGV Praxis)