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So gelingt die EDI-Anbindung der Vorlieferanten

Robotertechnik in der Automobilbranche für die Darstellung der EDI-Anbindung der Vorlieferanten

Der Lebensmittelhandel und die Lebensmittelindustrie gehören zweifelsohne zu den Pionieren des Elektronischen Datenaustausches (EDI) im Business-to-Business-Bereich. Aber auch der Automotive-Sektor hat mittlerweile reichlich Erfahrung bei der Erarbeitung spezieller Branchenlösungen gesammelt. Eine davon ist die bestens etablierte EDI-Anbindung der Vorlieferanten. Das ist durchaus nachahmenswert.

In einem Bereich sind sich die Industriebetriebe aller Branchen sowie die Groß-, Zwischen- und Einzelhändler einig: Lagerhaltung ist ein erheblicher Kostenfaktor. Das betrifft nicht nur die Kosten für die Gebäude, die Mitarbeiter und das gebundene Kapital, sondern natürlich auch alle damit verbundenen Risiken. Lebensmittel beispielsweise können verderben und Bekleidung kommt aus der Mode oder entspricht nicht mehr der Jahreszeit. Fahrzeuge wiederum sinken schlagartig in der Gunst der Konsumenten, sobald ein Nachfolgemodell auf den Markt kommt.

Lebensmittelhändler sind EDI-Pioniere

Gemein ist allen Branchen auch, dass sie von den zahlreichen Vorteilen des Elektronischen Datenaustausches (EDI) profitieren können. In diesem Bereich zählen der Lebensmittelhandel und die Lebensmittelhersteller zweifellos zu den Vorreitern. Bereits seit 40 Jahren begleitet Österreichs führender EDI-Dienstleister EDITEL die Branche als verlässlicher Partner und hat die Weiterentwicklung von EDI maßgeblich mitgeprägt. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Sektoren auf den Geschmack von EDI. „Was für die Konsumgüterindustrie der EANCOM ist, ist ODETTE für die Automobilindustrie. Jede Branche erhält die individuell besten Lösungen“, erklärt EDITEL-Geschäftsführer Gerd Marlovits.

Blick über den Tellerrand erweitert den Horizont

Die Unterschiede bei den Branchenlösungen sind ein guter Anlass, um darüber nachzudenken, wie man voneinander lernen kann. Die Automobilindustrie gilt schließlich als eine der anspruchsvollsten Branchen in der Automatisierung der Produktion und digitalen Einbindung der Zulieferer überhaupt. Zwei Fachbegriffe haben dort eine besonders wichtige Bedeutung: „just in time“ und „just in sequence“.

Aufgrund individueller Ausstattungswünsche der Kunden werden die einzelnen Modelle in der Kfz-Branche in verschiedenen Varianten gefertigt. Die Komplexität steigt durch mehrere, parallele Produktionsstraßen. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2019 allein von den 19 größten Automobilherstellern weltweit rund 78,6 Millionen PKW (inkl. leichte Nutzfahrzeuge) erzeugt worden sind, wird deutlich, dass eine exakte Beschaffung, Lagerung und Logistik der Einzelkomponenten in der Kfz-Branche ein absolutes Muss ist.

Passende Menge zum idealen Zeitpunkt

Was wie eine logistische Herkulesaufgabe klingt, wird mittels Konzepten wie „just in time“ oder „just in sequence“ optimal gelöst. Das bedeutet, dass die Kfz-Zulieferer die Teile nicht nur in der passenden Menge und Spezifikation sondern auch zum exakten Zeitpunkt am Fließband anliefern. Dadurch werden Irrtümer seitens der Montagemitarbeiter vermieden.

Eine derartig komplexe, wie auch raffinierte Logistik wäre ohne nahtlosen Informationsaustausch über EDI zwischen Autobauern und Zulieferern (nämlich im Idealtypus über drei Vorstufen, sogenannten „Tiers“, hinweg) undenkbar.

Upstream-EDI – Ein weiteres Glied in der Kette

Immer mehr Lebensmittelproduzenten entdecken daher die Vorteile des sogenannten Upstream-EDI, also die Einbindung von Vorlieferanten, das in Summe aber noch immer viel zu wenig genutzt wird. Neben unmittelbaren Prozessverbesserungen gibt es weitere positive Effekte: Durch die noch feinere Abstimmung der Lieferkette kann einer Überproduktion und somit Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden. Auch bei den Themen Produktherkunft und -rückverfolgbarkeit spielt die EDI-Technologie eine wichtige Rolle. Exakte Informationen dienen nicht nur dem steigenden Informationsbedürfnis der Konsumenten, sondern sorgen im Fall von Produktrückrufen auch dafür, dass nur bestimmte Chargen und nicht die gesamte Produktion aus dem Verkehr gezogen werden muss.

iStockphoto copyright ipopba

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