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Dank EDI läuft die Tier-Lieferkette in der Automobil-Produktion rund

Mit einem Klick den OEM beliefern - Die Tier-Lieferkette in der Automotive-Branche

Je nach Modell und Type besteht ein Auto aus zirka 30.000 Einzelteilen.

Viele dieser Teile erzeugen die Autokonzerne nicht selbst, sondern werden von unzähligen Unternehmen passgenau hergestellt und geliefert. Die Zulieferpyramide aus Lieferanten und Sublieferanten gliedert sich in einzelne Ebenen (Tier-1, Tier-2 usw.) und erfordert ein perfektes Zusammenspiel aller Beteiligten. Zum Glück gibt es den Elektronischen Datenaustausch (EDI), der alle Akteure miteinander vernetzt.

Österreichische Automarken sucht man auf den Weltmärkten zwar vergebens. Aber unser Land ist die Heimat von rund 900 Zulieferbetrieben, deren Erzeugnisse von den Fahrzeugherstellern (Original Equipment Manufacturer – OEM) sehr geschätzt werden. Es gibt hierzulande beispielsweise Kompetenzzentren für die Entwicklung von Motoren, Hersteller von Steuergeräten, Aluminiumkomponenten, Sinterformteilen und vieles mehr. Es gibt aber nicht nur viele selbstständige Zulieferbetriebe, sondern auch Produktionsstätten von OEM, deren Tochterunternehmen in Österreich wichtige Komponenten erzeugen; oder Werke von internationalen Automobilzulieferern, die im Auftrag von OEM sogar komplette Fahrzeuge zusammenbauen. Wenn man bedenkt, dass ein Fahrzeug aus rund 30.000 Teilen besteht, kann man sich vorstellen, dass dabei eine erhebliche Anzahl an Zulieferbetrieben involviert ist. Da braucht es natürlich ein ausgeklügeltes Supply Chain-Management, dem wir uns in diesem Blogbeitrag widmen wollen.

Ausgeklügelte Lieferkette

Wie nachfolgende Grafik zeigt, gliedert sich die Zulieferkette der OEM in sogenannte Tier-Ebenen. Als Tier-1-Zulieferer werden beispielsweise die direkten Lieferanten der OEM bezeichnet. Angenommen „Teile-Hersteller B“ erzeugt Schrauben und liefert seine Produkte sowohl an „Komponenten-Hersteller A“ als auch direkt an einen OEM. Dann ist „Teile-Hersteller B“ allerdings sowohl der Tier-3- als auch der Tier-1-Ebene zuzuordnen.

Tier-3-Lieferanten sind, die sozusagen „Subunternehmer“ der Tier-2-Ebene. Beliefert ein solches Subunternehmen allerdings auch direkt einen OEM, so ist es bei diesen Geschäftsfällen der Tier-1-Ebene zuzuordnen.

Automotive industry role players

Fahrzeugteile-Hersteller beliefern nicht nur die System-/ Modulhersteller oder Komponentenhersteller, sondern auch direkt die Fahrzeughersteller

Hat man die Systematik der Tier-Ebenen verstanden, ist das jedenfalls sehr hilfreich bei der Analyse der Struktur der heimischen Zuliefer-Industrie. In Österreich sind 74 Prozent (wie die Daten der ARGE Automotive Zulieferindustrie zeigen) aller Kfz-Zulieferer auf der Tier-2-Ebene tätig, sie beliefern Tier-1-Unternehmen. Zugleich sind aber auch 61 Prozent der Zulieferer auf der Tier-1-Ebene tätig, sie beliefern die OEM. Das heißt hier gibt es also Überschneidungen.

EDI erhöht die Datenqualität

Bei Unternehmen, die OEM direkt beliefern, gibt es eine Besonderheit, die sich als Standard in der Branche etabliert hat. Unternehmen, welche eine Geschäftsbeziehung mit OEM haben oder aufbauen wollen, werden dazu angehalten, Elektronischen Datenaustausch (EDI) zu betreiben. Konkret geht es dabei um den permanenten Austausch von Dokumenten wie beispielsweise Bestellungen, Forecasts, Lieferabrufe oder Rechnungen. Ohne EDI ist heutzutage faktisch keine Warenanlieferung in eine Produktionswerkstätte eines OEM mehr möglich. Der klare Trend zu EDI hat natürlich gute Gründe, denn dadurch erhöht sich entlang der gesamten Lieferkette für alle Beteiligten die Datenqualität, Planungssicherheit und Kosteneffizienz.

Unkomplizierte Anbindung

Bei der Art und Weise der Anbindung an die OEM gibt es allerdings oft mehrere Optionen. Manche OEM haben für ihre Lieferanten eigene EDI-Portale eingerichtet. Andere Lieferanten integrieren EDI in ihre ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning) und werden dadurch an die Warenwirtschaftsproramme ihrer Kunden angebunden.

EDITEL bindet Unternehmen aus der Automotive-Branche seit Jahrzehnten über die EDI-Datendrehscheibe eXite an. Das verringert die technische Komplexität enorm, weil dafür nur eine einzige Anbindung notwendig ist und nicht unzählige Schnittstellen programmiert werden müssen. Schließlich haben die einzelnen Kfz-Zulieferer oft unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Ländern und die verwendeten Warenwirtschaftsprogramme stammen von unterschiedlichen Anbietern. Umgekehrt sind auch die Abnehmer der Kfz-Teile und -Komponenten nicht nur an einen Zulieferer angebunden, sondern an mehrere.

Der Elektronische Datenaustausch ist in der Praxis nicht nur zwischen der Tier-1-Ebene und OEM üblich. Auch Tier-1-Lieferanten haben natürlich großes Interesse daran, dass sie mittels EDI an ihre eigenen Lieferanten (Tier-2) angebunden werden. Immer wenn ein Unternehmen ein Digitalisierungsprojekt startet, folgt eine Art „Kettenreaktion“, indem alle Geschäftspartner dazu bewegt werden, ebenfalls auf EDI umzusteigen. Angefangen von den Tier-3-Lieferanten bis zu den Tier-1, den OEM, den Autohändlern sowie sogar den Werkstätten. Das sorgt für eine durchgängig hohe Datenqualität ohne Medienbruch und spart nicht nur Zeit und Geld, sondern minimiert auch noch die Fehleranfälligkeit.

Speziell zugeschnittene Lösungen möglich

Falls Unternehmen ihren Lieferanten eigene Web-Portale zur Verfügung stellen möchten, die speziell auf ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind, ist das selbstverständlich auch möglich. Die betroffenen Unternehmen können sich gerne an EDITEL wenden. Umgekehrt können wir aber natürlich auch Lieferanten, die bisher noch nicht EDI-fähig sind, mittels Web-EDI sehr rasch und unkompliziert einen Zugang zum Elektronischen Datenaustausch ermöglichen. Dazu benötigen die Unternehmen lediglich einen internetfähigen PC und Login-Daten, um künftig ihre Dokumente durch Elektronischen Datenaustausch an ihre Partner zu übermitteln.

Zusammenfassend kann man sagen: Ganz gleich an welcher Stelle der Zulieferpyramide ein Unternehmen rangiert, ob sein Firmensitz im In- oder Ausland ist oder ob im eigenen ERP-System geeignete Schnittstellen vorhanden sind, eine passende Lösung lässt sich in der Regel immer finden. Nur nichts zu tun, ist keine Option. Denn ohne EDI wird es künftig vor allem für kleinere Kfz-Zulieferer in unserer globalisierten Welt noch schwieriger werden, den Ansprüchen der großen Player am Markt gerecht zu werden.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Ihre Automotive Supply Chain mittels EDI den richtigen „Drive“ bekommt, stehen meine Kolleginnen und Kollegen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Bitte benützen Sie dazu einfach die Kontaktbox (rechts) und übermitteln Sie uns Ihre Nachricht.

Portrait Peter Lipp EDITEL AustriaZur Person

Peter Lipp
Business Development Manager bei EDITEL Austria

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Über EDITEL

EDI-Dienstleister EDITEL ist ein führender internationaler Anbieter für EDI-Lösungen (EDI = Electronic Data Interchange). Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Optimierung von Supply Chain Prozessen unterschiedlichster Unternehmen und Branchen.

Porträtfoto copyright Editel/Petra Spiola
Symbolfoto copyright iStock, Bildnachweis Atstock Productions
Grafik copyright EDITEL Austria GmbH

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